Lion Park – Johannesburg

Lion Park Johannesburg

Von Löwen und Giraffen zum Anfassen in Südafrika –

Bevor wir überhaupt irgendeine Tour in Südafrika geplant hatten, war für meine Freundin und mich klar – Wir müssen Löwen streicheln!
Nicht nur weil meine Freundin von Sternzeichen Löwe ist sondern einfach weil wir mindestens eine Sache von unserer Bucket Liste streichen wollten.

Zum Reisen gehöt für mich auch immer etwas Verrücktes und Aussergewöhnliches zu machen. Auch wenn Löwen streicheln nicht so ist wie Bungee Jumping, so war es für uns doch einer der schönsten und aufregensten Tage auf unserer Reise nach Südafrika.

Die Anfahrt

Mit dem Mietwagen ging es aus Johannesburg los, Richtung Lion Park. Die Fahrt dauert ca. 30 Minuten und nach einiger Zeit ist der Park auch schon von der Autobahn aus ausgeschildert.
Angekommen wurden wir direkt von einer herumstreunenden Giraffe begrüßt und irgendwie ist es nochmal etwas Anderes, wenn man den Tieren so freilaufend begegnet als wenn man nur im Zoo auf der anderen Seite des Zaunes steht.
Wir kauften also unsere Tickets, Selfdrive plus Cubworld. Bedeutet, eine Fahrt mit dem eigenen Auto durch die verschiedenen Gehege und den gesamten Park plus Eintritt in die Cubworld – ins Baby-Löwen-Gehege inklusive Streicheln.

Der Park

Als erstes wollten wir natürlich mit dem Highlight beginnen und wir machten uns auf Richtung Cub World. Auf dem Weg begegneten wir ein paar Straußen die uns nicht ganz geheuer waren, da wir nicht wussten wieso sie dort rum liefen, bzw. ob sie gefährlich sind oder nicht, so gingen wir langsam an ihnen vorbei ohnen ihnen mehr Betrachtung zu schenken. Unsere Angst war einfach etwas zu groß.
Bevor wir das Baby-Löwen-Gehege betraten machten wir noch bei den Giraffen halt. Hier kann man für knapp 30 Rand / 4 Euro, Giraffenfutter erwerben, steigt auf ein Holzgerüst und dann kommen auch schon die zwei Giraffen an, die natürlich wissen, dass man Futter dabei hat. Zu unserem Glück waren wir ganz allein, sodass wir viele schöne Erinnerungsfotos schiessen konnten.
Giraffen sind wirklich größer als man denkt, allein ihre Köpfe sind größer als unsere Oberkörper und so begegneten wir den Giraffen mit dem nötigen Respekt.

Die Löwenbabys

Danach ging es dann endlich zu den Löwenbabys. Auch hier hatten wir das Glück die einzigen Besucher zu sein, und so durften wir beide direkt und ohne Warten zu den Löwen und Pflegern in das Gehege.
Insgesamt befanden sich 6 kleine Löwenbabys im Gehege und spielten miteinander herum. Eine der Pflegerinnen nahm uns direkt die Kamera ab und sagte uns wie wir uns den Löwen gegenüber verhalten sollten. Zb. darf man nicht über deren Köpfe streichen und soll immer von der Seite aus auf sie zugehen, nicht von Vorne.
So ging meine Freundin zu erst zu einem der Löwen, ich wollte Fotos von ihr machen, dabei erschreckte ich mich so sehr, denn ein andere kleiner weisser Löwe hatte mir zum Spielen ins Knie gebissen, nicht doll, aber für den Schreck reichte es allemal. Erholt schoss ich ein paar Fotos von meiner Freundin Lara und dann tauschten wir die Positionen.
Ich näherte mich dem Löwen und die Pflegerin sagte mir ich solle einfach meine Hand in das Maul des Löwen stecken, lachend sah ich sie an und hielt es für einen Scherz. Als sie mich dann erneut dazu aufforderte verstand ich, dass sie es ernst meinte. Ich hatte wirklich Angst aber dachte dann ich machs einfach. Und es war sowas von süß, sobald ich die Hand in dem Mund des kleinen Babylöwen hatte begann er daran zu nuckeln wie an den Zitzen seiner Mutter, schlang die Tatzen um meinen Arm und liess mich nicht mehr los.

Ich hätte da Stundenlang meine Zeit verbringen können, aber leider darf man nur ca. zwei Minuten in das Gehege der Löwen und die Pflegerin war schon goßzügig. Ich glaube am Ende waren wir bestimmt zwischen 5 und 10 Minuten im Gehege, machten noch ein paar Fotos gemeinsam und mussten dann schweren Herzens die kleinen Löwen verlassen. Die zwei Minuten Regel wurde eingeführt, weil täglich so viele Touristen zu Besuch kommen, dass die Tiere irgendwann überfordert und zu müde sind. Für uns war es trotz der kurzen Zeit ein wirklich unbeschreibliches Erlebnis.

Der Self Drive

Die Fahrt durch die Gehege mit unserem Auto war auch wirklich schön. Besonders wenn man nur für kurze Zeit in Südafrika ist und nicht so viel Zeit für eine richtige Safari hat, ist dieser Self-Drive eine gute Alternative. Innerhalb von 1 Stunde ist man komplett durch gefahren und hat einige Tiere gesehen. Unter anderem Gnus, Zebras, Springböcke, Löwen, Geparden und Hyänen. Wobei man sagen muss, dass die Raubtiere unheimlich träge sind und einfach nur im Gras rumliegen und sich gar nicht bewegen. Wahrscheinlich ist es etwas spektakulärer, wenn man den Self-Drive zu den Fütterungszeiten macht.

Fazit

Alles in Allem hatten wir einen wunderschönen und unvergesslichen Tag in Johannesburg. Wenn man in der Nähe ist sollte man sich dieses Erlebnis auf keinen Fall entgehen lassen. Es ist eine super Alternative zur richtig „großen“ Safari, wenn man nicht so viele Tage Zeit hat.
Sowohl die Giraffen, Zebras, Strauße und vorallem die Lion-Cubs werden uns noch lange in Erinnerung bleiben!

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