Boulders Beach – Kapstadt

Boulders Beach

Schwimmen mit Pinguinen – Das wollten wir wir nicht verpassen!
Wer in Südafrika zu Besuch ist, sollte sich dieses Erlebnis nicht entgehen lassen. Die Attraktion, Afrikanische Brillenpinguine am Boulders Beach nähe Kapstadt am Ufer der False Bay.

Die Anfahrt

Von Camps Bay / Kapstadt aus fuhren wir also los Richtung Boulders Beach. Um nicht mit allen Touristen und Einheimischen gleichzeitig vor Ort zu sein standen wir an diesem Tag schon früh auf, sodass wir um 9 bereits im Auto saßen. Wir hatten das Glück, dass genau an diesem Tag, ausgerechnet auch ein Sonntag, ein Marathon in Simons Town statt fand, sodass sich unsere Fahrt doch etwas verzögerte und wir schlussendlich doch mit allen Touristen vor Ort waren. Boulders Beach selbst ist nur durch ein kleines braunes Schild ausgezeichnet, welches man schnell übersehen kann. Da sich aber die Autos stauten, folgten wir einfach der Masse. Auch hier, wie in Südafrika üblich, befanden sich wieder mehrere Parkwächter auf dem Parkplatz die einen nach einem nicht logischen und erklärbaren Prinzip in die freien Parkplätze winken. So durften wir nicht einfach in eine freie Lücke fahren sondern mussten warten bis die Parkwächter untereinander zu Ende diskutiert hatten wer von ihnen jetzt heldenhaft unser Auto in die eigene Lücke winken darf. Dieses Manöver muss dann natürlich noch mit einigen Rand belohnt werden. Die Jungs in ihren kanllorangenen Warnwesten sind quasi das deutsche Pendant zur Parkuhr. Überall wo man in Südafrika parken wuseln auch die Parkwächter herum und helfen dir beim Einparken. Eigentlich echt praktisch, denn sie passen auch die gesamte Parkzeit auf dein Auto auf. Vom südafrikanischen Staat sind sie geduldet – da niemand sich beschwert.

Zu Fuß Richtung Strand

Dann ging es zu Fuß weiter Richtung Strand bzw. Boulders Beach. Vorbei an diversen Touristenständen, Eisverkäufern und Tänzern gingen wir ca. 5 Minuten zum Eingang vom Boulders Beach. Ähnlich wie in einem Zoo, kauft man im offiziellen Besucherzentrum sein Ticket und geht dann durchs Drehkreuz in den Bereich „Boulders Beach“, dieser gehört zum Table-Mountain-Nationalpark, wir bekamen eine kleine Broschüre inklusive Karte um uns zu Recht zu finden. Insgesamt ist das Gelände schon­ sehr gross, aber verlaufen kann man sich nicht, da es nur 2 Wege zu Aussichtspunkten gibt um die Pinguinezu begutachten. Wir machten uns also auf zum ersten Aussichtspunkt.

Die Pinguin-Kolonie

Es ist schon wirklich irgendwie verrückt, in Afrika bei 32 Grad Celsius Pinguine am Strand baden zu sehen. Eine riesige Kolonie Brillenpinguine hat sich an diesem Strandabschnitt eingenistet und das Panorama ist wirklich wunderschön.
Vor ein paar Jahren, 1983 hat sich dort ein Pinguin Päärchen hin verirrt und im Laufe der Jahre ist eine ganze Kolonie entstanden. Mittlerweile sind es über 2500 Pinguine die dort am Strand leben. Nicht ganz zu Lasten der Umwelt und Anwohner, viele Bewohner von Simon’s Town sehen die Pinguine mittlerweile als Problem. im Park kann man sich an verschiedenen Informationstafeln über die Pinguine, ihre Geschichte und den Erhalt informieren. Die Arfrikanischen Pinguine sind vom Aussterben bedroht und stehen daher unter Naturschutz.

Das Meer scheint hier noch ein bisschen türkiser und der Strand noch ein bisschen weisser als an anderen Stellen, kein Wunder, dass die Brillenpinguine sich ausgerechnet diesen idyllischen Platz zwischen malerischen Granitfelsen ausgesucht haben um zu nisten. Boulders = Felsen, daher der Name Boulders Beach.
Wir sind mit unseren Erinnerungsfotos jedenfalls äußerst zufrieden. Von dem anderen Aussichtspunkt aus sieht man nicht wirklich mehr als von dem Ersten, lediglich die Perspektive ist ein bisschen anders. Und so entschieden wir uns relativ schnell weiter zu ziehen, denn wir wollten noch baden gehen.

Boulders Beach – Strand

Wir wanderten weiter die Küste entlang zum offiziellen Strand von Boulders Beach. Die gesamte Zeit lang befinden sich Warnschilder, die Pinguine nicht zu füttern und die Hunde an der Leine zu halten. Nach weiteren 5 Minuten Gehweg kamen wir am Strand an, leider hatten wir nicht bedacht, dass es Sonntag ist und der Strand war dementsprechend überfüllt, was aber die Pinguine nicht davon abhielt auf den Felsen und am Rand des Strandes zu chillen. Hier kamen wir den Pinguinen ganz schön nah. Wahrscheinlich ist es unter der Woche etwas ruhiger und man hat eine etwas idyllischere Kulisse am Strand. Für uns hat sich die Fahrt aber trotzdem gelohnt, denn die Pinguine wollten wir uns definitiv nicht entgehen lassen!

Fazit

Der Boulders Beach in Südafrika ist auf jeden Fall eine Reise wert und man kann die Natur dort in vollen Zügen geniessen. Den Pinguinen beim Baden zu zuschauen und selbst in dieser traumhaften Landschaft schwimmen zu gehen ist ein einmaliges Erlebnis was einem für immer in Erinnerung bleibt. Außerdem kann man besonders mit wundervollen Erinnerungfotos punkten!

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